Die Bildungsarbeit im Projekt ZIRa – Zivilgesellschaftliche Impulse für die Radikalisierungsprävention in der Justiz richtet sich an Fachkräfte in Justizvollzug und Bewährungshilfe. Ziel ist es, aktuelles Wissen zu vermitteln, neue Perspektiven zu eröffnen und zentrale Handlungskompetenzen für den beruflichen Alltag zu stärken.
In unserer Arbeit orientieren wir uns an den Qualitätsstandards der AG Strafvollzug und Bewährungshilfe, sowie der BAG Relex.
Thematische Schwerpunkte
- Bausteine der Extremismusprävention
Fachkräfte lernen, Radikalisierungstendenzen frühzeitig zu erkennen und sich mit aktuellen Phänomenen wie Rechtspopulismus, islamistischem Populismus, Verschwörungsmythen, Desinformationen und Fake News auseinanderzusetzen. Auch Schnittstellen zwischen verschiedenen extremistischen Strömungen sowie Dynamiken im digitalen Raum werden thematisiert. - Diskriminierung im Kontext der Präventionsarbeit
Diskriminierungserfahrungen können Radikalisierungsprozesse begünstigen und Menschen anfälliger für extremistische Ideologien machen. Gleichzeitig eröffnet die Auseinandersetzung mit eigenen Unrechtserfahrungen die Möglichkeit, sich kritisch mit der eigenen Haltung und dem eigenen Handeln auseinanderzusetzen. Deshalb sensibilisieren wir Fachkräfte gezielt für unterschiedliche Formen von Diskriminierung – etwa Antiziganismus, Rassismus, antimuslimischen Rassismus oder antifeministische Einstellungen – und unterstützen sie dabei, professionelle Handlungsstrategien zu entwickeln und zu festigen.
- Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft
Im Fokus stehen Gesprächs- und Konfliktkompetenz, der Umgang mit Vielfalt sowie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Krisen. Fachkräfte erarbeiten Strategien, um auch in herausfordernden Situationen professionell und reflektiert zu agieren.
Methodisches Vorgehen
Die Fortbildungen sind interaktiv, partizipativ und praxisnah gestaltet. Fallarbeit, Gruppenübungen, kreative Methoden und Reflexionsphasen ermöglichen es, theoretisches Wissen unmittelbar in den Berufsalltag zu übertragen. Multiprofessionelle Leitungsteams verbinden unterschiedliche Perspektiven und schaffen einen Raum für konstruktiven Austausch und kollegiale Lernprozesse.
Teamkompetenzen
Das ZIRa-Team vereint langjährige Erfahrung in der Prävention und Demokratieförderung, Jugend- und Bildungsarbeit sowie in der interkulturellen Pädagogik. Die Mitarbeitenden bringen sowohl wissenschaftliches Know-how als auch praktische Expertise aus zivilgesellschaftlichen Projekt in die Fortbildungen für die Justiz ein.
Um dies zu ermöglichen, arbeiten wir in einem multiprofessionellen und diversen Team, das neben langjähriger Praxiserfahrung auch fundierte wissenschaftliche Expertise einbringt. Unsere Mitarbeitenden verfügen über Hintergründe in Sozialwissenschaften, Medienwissenschaft, Gender Studies, Soziolinguistik sowie in der Theater- und Sozialpädagogik. Darüber hinaus fließen Kenntnisse aus systemischer Beratung und Supervision, Organisationsmanagement und -coaching, Sprach- und Integrationskursen sowie aus interkulturellen und Diversity Trainer-Ausbildungen in die Arbeit ein.
Diese Vielfalt an Kompetenzen ermöglicht es uns, unterschiedliche Perspektiven zu verbinden, innovative Ansätze zu entwickeln und Fachkräfte in Justiz und Prävention praxisnah und wirksam zu unterstützen. Mit dieser Kompetenzbasis stärkt ZIRa die Handlungssicherheit der Fachkräfte, eröffnet neue Impulse für ihre Arbeit und trägt dazu bei, die Qualität der Präventionsarbeit nachhaltig weiterzuentwickeln.
Bildungsarbeit im Projekt ZIRa – auf einen Blick
Zielgruppe:
Fachkräfte im Justizvollzug und in der Bewährungshilfe
Ziele:
- Aktuelles Wissen vermitteln
- Neue Perspektiven eröffnen
- Handlungskompetenzen im Berufsalltag stärken
Thematische Schwerpunkte:
- Bausteine der Extremismusprävention: Radikalisierungstendenzen erkennen, Umgang mit Rechtspopulismus, islamistischem Populismus, Verschwörungsmythen, Fake News & digitalen Dynamiken
- Diskriminierung & Prävention: Sensibilisierung für Antiziganismus, Rassismus, antimuslimischen Rassismus, Antifeminismus; Entwicklung professioneller Handlungsstrategien
- Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft: Gesprächs- und Konfliktkompetenz, Umgang mit Vielfalt, Reflexion aktueller gesellschaftlicher Krisen
Methodisches Vorgehen:
- Interaktiv, partizipativ, praxisnah
- Fallarbeit, Gruppenübungen, kreative Methoden, Reflexionsphasen
- Multiprofessionelle Teams fördern kollegialen Austausch
Teamkompetenzen:
- Mehrjährige Erfahrung in Prävention, Demokratieförderung, Jugend- und Bildungsarbeit
- Wissenschaftliche Expertise u. a. in Sozialwissenschaften, Medienwissenschaft, Gender Studies, Soziolinguistik, Theater- & Sozialpädagogik
- Fachwissen aus systemischer Beratung & Supervision, Organisationscoaching, Sprach- & Integrationskursen, interkultureller Pädagogik und Diversity-Training
- Mit dieser Kompetenzbasis stärkt ZIRa die Handlungssicherheit der Fachkräfte, eröffnet neue Impulse und trägt nachhaltig zur Qualität der Präventionsarbeit bei.
Rahmenbedingungen & Flexibilität unserer Fortbildungsangebote
Gruppengröße
Unsere Fortbildungen sind für 5 bis 20 Personen ausgelegt.
Zeitlicher Rahmen
Eine Standard-Fortbildung umfasst 6 Stunden pro Veranstaltungstag (zzgl. Aufbau & Pausen).
Raum & Ausstattung
Wir benötigen:
- Einen Stuhlkreis mit Bewegungsfreiheit
- Technische Ausstattung:
- Laptop & Beamer (oder Alternative)
- Flipchart
- Moderationswände
- Laptop & Beamer (oder Alternative)
Falls erforderlich, kann die Ausstattung durch das Projekt gestellt werden. Auf Wunsch bieten wir die Fortbildungen auch in unseren eigenen Räumlichkeiten an.
Flexible Durchführung – ohne Verkürzung der Inhalte
Aus Erfahrung wissen wir: Nicht alle Bediensteten einer JVA können einen ganzen Tag freigestellt werden. Deshalb entwickeln wir passgenaue Formate, die den Arbeitsalltag berücksichtigen – ohne inhaltliche Abstriche.
