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Themenfeld 3: Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft

Themenfeld 3: Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft

Themenfeld 3: Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft

Gesprächs- und Konfliktkompetenz in der Migrationsgesellschaft

Deutschland ist ein Einwanderungsland und die Gesellschaft in Deutschland wird, nicht nur mit Blick auf Migration, zunehmend vielfältiger. Dies führt zu Diskussionen und Konflikten – sowohl in der pluralen Aufnahmegesellschaft als auch unter Zugewanderten selber. Dabei geht es nicht nur um Migration an sich, sondern auch um gesellschaftliche, politische und kulturelle Teilhabe.

Eine vielfältige, demokratische Gesellschaft braucht lebhafte Diskussionen und eine konstruktive Herangehensweise an Konflikte um sich weiterzuentwickeln. Dadurch ergibt sich die Notwendigkeit mit unterschiedlichen Gesprächs- und Konfliktsituationen bzw. -stilen angemessen umzugehen.

Die Teilnehmenden erweitern ihre kommunikativen Kompetenzen und werden für unterschiedliche Gesprächs- und Konfliktstile sensibilisiert. Außerdem eignen sie sich Wissen über Multiperspektivität an, lernen, kulturelle Hintergründe und etwaige Identitätskonflikte zu verstehen, ohne dabei eine kulturalisierende Brille aufzusetzen. Um im Berufsalltag das gelernte anwenden zu können, setzen sich die Teilnehmenden mit den Folgen von Diskriminierungserfahrung sowie mit ihren eigenen Triggerpunkten auseinander.

Inhalt

·   Unterschiedliche Konflikt- und Kommunikationsstile

·   Einfluss von Machtfaktoren und diskriminierenden Erfahrung auf Kommunikations – und Konfliktverhalten

·   Modelle Interkultureller Konfliktkompetenz und ihre Anwendung in der Praxis

·   Typische Konfliktfelder in der interkulturellen Kommunikation

Über aktuelle Krisen sprechen als Baustein der Präventionsarbeit

Aktuelle Krisen, wie beispielsweise der Krieg zwischen Russland und der Ukraine oder die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten, wirken sich auch auf das Miteinander unter Kolleginnen und Kollegen, unter Inhaftierten und zwischen diesen unterschiedlichen Gruppen aus. Insbesondere bei Personen, die aus den Krisengebieten stammen oder familiäre Verbindungen dorthin aufweisen, neigen die Gefühle dazu, schnell zu eskalieren.

In einer Gesellschaft, die Meinungsfreiheit als hohes Gut sieht, braucht es einen konstruktiven Umgang mit solchen Konflikten. Hierbei muss den vorhandenen Emotionen, wie Wut oder Trauer angemessen Raum gegeben werden, ohne dass es zu einer weiteren Eskalation kommt. Gerade junge Menschen sind, wenn sie den Eindruck haben für ihre Gedanken und Emotionen keinen Raum zu haben, besonders gefährdet für Radikalisierungsprozesse.

In der Fortbildung erweitern die Teilnehmenden ihr Wissen über aktuelle Krisen, lernen unterschiedliche Positionen zu diesen kennen und diskutieren die Grenzen von Meinungsfreiheit. Sie können im Berufsalltag ihre eigene Meinung reflektieren und situationsbezogen Räume für einen Meinungsaustausch gestalten

Inhalt

·   Übersicht über relevante, aktuelle politische Krisen

·   Umgehensweise mit fehlendem Wissen zu den Konflikten

·   Reflektion von Einfluss (eigener) Emotionen und Meinungen

·   Ambiguitätstoleranz

·   Best Practice Beispiele